Anleitungen › KDP-Ablehnung
Wenn KDP dein Taschenbuch ablehnt
Von Lukas ·
KDP prüft ein Taschenbuch zweimal. Die Druckvorschau (Print Previewer) prüft die Dateien beim Hochladen, und solange sie Fehler meldet, kannst du das Buch nicht einreichen. Nach dem Einreichen sieht sich ein Mensch Innenteil und Cover an; findet er ein Problem, schickt KDP eine E-Mail mit Links zu den Seiten in der Vorschau. In beiden Fällen hilft dasselbe: die Originaldatei ändern, ein neues PDF exportieren und es wieder hochladen. Hier stehen die Probleme, die KDP am häufigsten nennt, woher sie kommen und was hilft. Die Zahlen stammen von KDP selbst, Stand 30. Oktober 2026.
1. Das Seitenformat passt nicht zum Buchformat
Jede Seite des PDFs muss das Format haben, das du bei KDP gewählt hast, plus Anschnitt, wenn du „Beschnittzugabe“ gewählt hast. Der Anschnitt macht die Seite 0,125 in (3,2 mm) breiter und 0,25 in (6,4 mm) höher; ein Buch in 6 × 9 in hat mit Anschnitt also Seiten von 6,125 × 9,25 in. Ein Manuskript auf A4 oder Letter fällt durch, bis du das Papierformat änderst; in Word unter Layout › Format › Weitere Papierformate.
Ein neues Seitenformat verschiebt jede Zeile, also ändert sich auch die Seitenzahl. Prüf danach die Ränder noch einmal (Problem 2), und bau das Cover erst, wenn die Seitenzahl feststeht.
2. Text oder Bilder außerhalb der Ränder
Diesem Problem begegnen die meisten. Die Vorschau markiert alles, was in den Rand ragt, und dazu zählt mehr als der sichtbare Text: Leerzeichen am Zeilenende, ein leeres Textfeld, der Überhang eines kursiven Buchstabens, ein Kolumnentitel oder eine Seitenzahl zu nah an der Kante. Such auf der markierten Seite nach etwas, das man nicht gleich sieht, und schalte in Word die Formatierungszeichen ein, um verirrte Leerzeichen zu finden.
Liegt der Text selbst zu nah am Rand, sind die Ränder zu klein. KDP verlangt oben, unten und außen mindestens 0,25 in (6,4 mm), mit Anschnitt 0,375 in (9,6 mm), und einen Bundsteg, der mit der Seitenzahl wächst: 0,375 in bis 150 Seiten, 0,5 in bis 300, 0,625 in bis 500, 0,75 in bis 700 und 0,875 in darüber. Ist das Buch beim Überarbeiten über eine dieser Grenzen gewachsen, braucht es den nächsten Bundsteg. Der Rechner für Ränder nennt dir die Werte für dein Format und deine Seitenzahl. In Word stellst du sie unter Layout › Seitenränder › Benutzerdefinierte Seitenränder ein, mit „Gegenüberliegende Seiten“ für das ganze Dokument.
Eine Seite mit Hintergrundfarbe oder einem Bild bis an die Kante bekommt einen Randfehler, wenn das Buch ohne Anschnitt angelegt ist. Diese Seite braucht Anschnitt (Problem 3).
3. Bilder, die anschneiden sollen, tun es nicht
Ein Bild oder eine Farbfläche, die über die Seite hinauslaufen soll, muss 0,125 in (3,2 mm) über die Schnittlinie reichen, damit beim Schneiden kein weißer Streifen bleibt. Wähl bei KDP „Beschnittzugabe“, mach die Seiten des PDFs um den Anschnitt größer (Problem 1) und zieh die Bilder bis an den Rand der größeren Seite. Hat eine Seite Anschnitt, wird der ganze Innenteil damit angelegt.
4. Schriften nicht eingebettet
Die Vorschau nennt Schriften, die das PDF nicht enthält. Bette jede Schrift vollständig ein, nicht nur die verwendeten Zeichen. In Word unter Datei › Optionen › Speichern „Schriftarten in der Datei einbetten“ anhaken, „Nur im Dokument verwendete Zeichen einbetten“ und „Allgemeine Systemschriftarten nicht einbetten“ abhaken, dann neu als PDF speichern. Bleibt der Fehler, erlaubt die Lizenz der Schrift das Einbetten vielleicht nicht; dann nimm eine andere Schrift. KDP will außerdem allen Text, im Buch wie in seinen Bildern, mit mindestens 7 Punkt.
5. Bilder mit zu geringer Auflösung
KDP will mindestens 300 dpi in der Größe, in der das Bild gedruckt wird. Teil die Pixel des Bildes durch die Zoll, die es auf der Seite einnimmt: 1.200 × 1.800 Pixel auf 4 × 6 in sind 300 dpi, dasselbe Bild auf 8 × 12 in nur 150. Ein im Dokument vergrößertes Bild verliert Auflösung, und Word komprimiert Bilder, solange unter Datei › Optionen › Erweitert „Bilder in Datei nicht komprimieren“ nicht angehakt ist. Füg die Bilder aus den Originalen in ihrer echten Größe ein. Für Manga und Comics verlangt KDP mindestens 600 dpi.
6. Zu viele leere Seiten
Am Anfang oder in der Mitte des Buchs höchstens vier leere Seiten hintereinander, am Ende höchstens zehn. Eine längere Folge ist oft ein Seitenumbruch und ein Abschnittsumbruch, die dasselbe tun; lösch die überzähligen Seiten.
7. Reste in der Datei
Bei der Prüfung fällt durch, was nicht in ein Buch gehört: Platzhaltertext aus einer Vorlage, Schneide- und Druckermarken, Kommentare und Anmerkungen, versteckte Objekte wie leere Textfelder, und Transparenzen oder Ebenen, die beim Export nicht reduziert wurden. Auch die Seitenzählung muss stimmen: ungerade Zahlen rechts, gerade links. Such im Manuskript nach dem Beispieltext der Vorlage, schalte die Marken im PDF-Export aus und reduzier die Datei auf eine Ebene.
8. Die Buchdaten stimmen nicht überein
Titel, Autorenname, ISBN und Sprache in den Dateien müssen zu deinen Angaben bei KDP passen, auf dem Cover wie im Innenteil: Titelseite, Impressum und Kolumnentitel. KDP zählt auch kleine Abweichungen, „A. B. Müller“ auf dem Cover und „Anna Müller“ in den Angaben passen also nicht zusammen. Korrigier die Seite, die falsch ist, die Buchdaten oder die Dateien.
9. Covergröße und Rückentext
Das Cover ist eine einzige PDF-Seite mit Rückseite, Rücken und Vorderseite, rundum 0,125 in (3,2 mm) Anschnitt, ohne weißen Rand und ohne Schneidemarken. Ein Cover auf mehreren Seiten oder für eine andere Seitenzahl wird abgelehnt. Seine Breite hängt vom Rücken ab und der Rücken von der endgültigen Seitenzahl; nach jeder Änderung am Innenteil muss das Cover also neu bemessen werden. Der Rechner nennt dir die Größe des flachen Covers, und die Anleitung für KDP-Taschenbücher zeigt die Rechnung.
Ein Buch mit weniger als 79 Seiten darf keinen Text auf dem Rücken haben. Hat es welchen, meldet die Vorschau, dass das Buch weniger als 79 Seiten hat und keinen Rückentext haben kann. Nimm den Text weg und lass den Rücken leer. Bei dickeren Büchern halte den Rückentext mindestens 0,0625 in (1,6 mm) von beiden Kanten des Rückens fern.
Wenn du den Cover Creator nutzt, öffne ihn erst, wenn der Innenteil fertig verarbeitet ist. Er bemisst den Rücken nach dem Innenteil, und zu früh geöffnet verschiebt er die Textfelder.
10. Der Strichcode
Hat dein Cover keinen eigenen Strichcode, druckt KDP einen auf die Rückseite, in ein weißes Feld von 2 × 1,2 in unten rechts. Text oder Bilder in dieser Ecke führen zur Ablehnung. Setzt du einen eigenen Strichcode, den KDP nicht lesen kann, fällt er bei der Prüfung durch; am einfachsten nimmst du ihn vom Cover und lässt KDP seinen eigenen drucken.
11. Nach der Korrektur
Exportier ein neues PDF aus der Originaldatei, lad es hoch und geh die Vorschau wieder Seite für Seite durch: Eine Korrektur auf einer Seite kann Text auf die nächste schieben, und eine andere Seitenzahl ändert den Rücken. Kam die Ablehnung nach der Prüfung per E-Mail, reich das Buch erneut ein, sobald die Vorschau sauber ist. Die Checkliste in der Anleitung für KDP-Taschenbücher fasst alles hier in einer Liste zusammen, fürs nächste Buch.
Ich baue Kernsetzer, damit die meisten dieser Probleme gar nicht erst entstehen: Du wählst Format und Seitenzahl, es stellt Seitenformat, Ränder, Bundsteg und Anschnitt ein und exportiert das druckfertige PDF. Zur Beta anmelden.
Quellen: die Hilfeseiten von Amazon KDP zu Formatierungsproblemen bei Taschenbüchern und gebundenen Büchern, zum Taschenbuch-Cover und zu Strichcodes, gelesen am 30. Oktober 2026; die Ränder stammen von der Seite zu Format, Anschnitt und Rändern, gelesen am 28. Oktober 2026. KDP ändert seine Regeln von Zeit zu Zeit. Prüfe die aktuellen, bevor du hochlädst; dass KDP deine Datei annimmt, kann diese Anleitung nicht versprechen.