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Kernsetzer und Kindle Create im Vergleich
Von Lukas · aktualisiert am
Kindle Create ist Amazons eigenes, kostenloses Programm, mit dem du Bücher für Kindle Direct Publishing setzt. Ist dein Buch ein Roman oder Erinnerungen und erscheint es nur bei Amazon, reicht es vielleicht schon. Hier steht, was es erzeugt, wo es aufhört und was Kernsetzer anders macht.
Kernsetzer ist noch in Entwicklung; die öffentliche Beta startet Mitte November. Seine Spalte beschreibt, was die App heute kann.
| Kindle Create | Kernsetzer (Beta) | |
|---|---|---|
| Läuft auf | Windows 10 oder neuer; macOS 10.15 oder neuer auf Intel-Macs, macOS 11 oder neuer auf Apple Silicon. Kein Linux | Windows, macOS, Linux als Desktop-App, offline, ohne Konto |
| Preis | Kostenlos | Die Beta ist ein kostenloser Download; ohne Schlüssel tragen exportierte Bücher ein Testwasserzeichen. Der Preis der fertigen App steht noch nicht fest: einmal zahlen, kein Abo |
| Manuskript | DOC oder DOCX, aus Word oder jedem Programm, das so speichert; PDF nur für E-Books als Print Replica, dazu PDF- oder JPEG-Dateien für Comics | Word (DOCX) und Markdown |
| Erzeugt | Eine KPF-Datei zum Hochladen bei KDP, für das Kindle-E-Book und das gedruckte Buch; ein EPUB von Textbüchern. Kein PDF | Druckfertiges PDF und EPUB 3 |
| Gedrucktes Buch | Nur über KDP: Du lädst die KPF-Datei hoch, wählst dort das Format und siehst die Seiten in KDPs Vorschau. Nur Bücher ohne Anschnitt | Ein PDF für jede Druckerei, in den Formaten von KDP, IngramSpark und BoD, mit den Rändern und dem Anschnitt der jeweiligen Druckerei |
| Gestaltung | Vier Themen, die sich nicht ändern lassen; Schrift, Einzüge und Abstände je Absatz | Drei Themen, jedes mit Einstellungen für Schriftgröße, Kapitelanfänge und mehr; zwei davon haben Initialen |
| Fußnoten, Tabellen | Darin nicht bearbeitbar; im gedruckten Buch noch nicht unterstützt | Fußnoten am Fuß der Seite und Tabellen, im gedruckten Buch |
| Verfügbar | Ja | Öffentliche Beta ab Mitte November |
Wo Kindle Create besser ist
Es kostet nichts, es kommt von Amazon, und es ist für KDP gemacht. Die KPF-Datei, die es exportiert, ist das Format, das Amazon für Kindle-E-Books empfiehlt, und aus derselben Datei wird bei KDP ein Taschenbuch oder eine gebundene Ausgabe in jedem Format, das KDP anbietet: Kindle Create setzt die Ränder, Seitenzahlen und Kolumnentitel, stellt Titel- und Kapitelseiten auf die rechte Seite und vermeidet, so gut es geht, einzelne Zeilen oben und unten auf der Seite. Die Vorschau zeigt das E-Book so, wie es auf einem Kindle, einem Tablet und einem Handy aussieht. Besteht dein Buch vor allem aus Text, ohne Fußnoten und Tabellen, verkaufst du es nur bei Amazon und arbeitest du unter Windows oder auf dem Mac, probier zuerst Kindle Create. Die Beta von Kernsetzer ist auch kostenlos, setzt ohne Schlüssel aber ein Testwasserzeichen auf alles, was sie exportiert.
Wo es aufhört
Amazons Hilfeseiten nennen die Grenzen offen. Kindle Create exportiert zwei Formate, KPF und EPUB, und kein PDF. Das gedruckte Buch gibt es also nur innerhalb von KDP: Es entsteht keine Datei, die du an BoD, IngramSpark oder eine Druckerei vor Ort schicken könntest, und die gedruckten Seiten siehst du erst nach dem Hochladen. Veröffentlichen außerhalb von Kindle führt Amazon als nicht unterstützt; das EPUB ist vor allem dafür gedacht, das Buch auf anderen Geräten anzusehen, und lässt randabfallende Bilder und Bilder am Kapitelanfang weg. Tabellen, Listen und Fußnoten lassen sich in Kindle Create nicht bearbeiten, Tabellen, Fuß- und Endnoten werden im gedruckten Buch noch nicht unterstützt, ein gedrucktes Buch kann keinen Anschnitt haben, und Bilder können keine Bildunterschrift haben. Es setzt nur den Buchinhalt, nicht das Cover.
Amazon empfiehlt, das Manuskript in Word oder einem anderen Schreibprogramm fertigzustellen, bevor du es importierst. Änderst du die Word-Datei danach, kopierst du den geänderten Text von Hand in Kindle Create, und ein Teil der Formatierung aus Word geht dabei verloren. Das Projekt ist eine KCB-Arbeitsdatei mit einem Ordner auf deinem Rechner; Amazon behält keine Kopie, also sichere den Ordner.
Wie sich Kernsetzer unterscheidet
Kernsetzer ist ein Desktop-Programm für Windows, macOS und Linux, und dein Manuskript bleibt eine Datei auf deinem Rechner. Es erzeugt ein Druck-PDF, das du an KDP, BoD, IngramSpark oder eine andere Druckerei schicken kannst, und ein EPUB 3 für Kindle, tolino und die anderen Shops. Das Format wählst du aus den Listen von KDP, IngramSpark und BoD; Ränder und Anschnitt stellt Kernsetzer passend zur Druckerei ein. Fußnoten stehen am Fuß der Seite, und Bilder können eine Bildunterschrift haben und im Text, neben dem Text, auf einer eigenen Seite oder bis zum Rand stehen. Die meiste Arbeit stecke ich in die gedruckte Seite: Silbentrennung, keine Hurenkinder und Schusterjungen, Kapitelanfänge, und deutsche Anführungszeichen und Gedankenstriche, die von selbst richtig stehen. Wie das aussieht, zeigt der erste Blick auf Kernsetzer. Zu den anderen Möglichkeiten siehe Kernsetzer und Atticus, Kernsetzer und Vellum und Kernsetzer und Papyrus.
Zur Beta anmelden und mir von deinem Buch erzählen.
Angaben zu Kindle Create stammen von Amazons eigenen Seiten (der Kindle-Create-Seite mit ihren Fragen und Antworten auf amazon.com und den englischen KDP-Hilfeseiten Getting Started with Kindle Create, Prepare Reflowable and Print Books, Previewing and Publishing, der Seite zu den Grenzen im Druck und KDPs Seite zu gebundenen Ausgaben, die Kindle Create für den Buchinhalt nennt), gelesen am 30. Oktober 2026, und können sich ändern. Kernsetzer steht in keiner Verbindung zu Amazon; die Produktnamen gehören ihren Inhabern. Wenn hier etwas nicht stimmt, sag mir Bescheid, dann korrigiere ich es.